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In unserer schnelllebigen Zeit sind Gräber wichtiger denn je, Orte, die ein Innehalten ermöglichen und Raum für Erinnerungen lassen. Wer immer nach vorne schaut, braucht auch den Blick zurück.

Gepflegte Gräber setzen ein bewusstes Zeichen gegen das Vergessen.

Der Friedhof ist ein lebendiger Ort, an dem die Erinnerung in jedem einzelnen Grab einen festen Platz hat. Die Alternative, Trauern ohne Grab, ist für viele Menschen gar nicht vorstellbar – und doch immer häufiger traurige Realität.

Friedhöfe - ein Paradies auf Erden, ein Ort, der Menschen Trost und Ruhe spendet - Raum für Erinnerung -

Raum für Erinnerung

Dieser Film zeigt ihnen die Verschiedenen Facetten des Friedhofs auf. Er erzählt vom Tod, aber auch von der Bedeutung für die Lebenden, also vom Leben der Menschen, die ihre Trauer zum Ausdruck bringen und gemeinsame Erinnerungen leben.

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist ein großer Verlust. Dieser bedeutet oft Neuorientierung im eigenen Leben und die Suche nach dem persönlichen Weg mit diesem Verlust umzugehen. Die Möglichkeit würdevoll Abschied zu nehmen und den Verstorbenen auf seinem letzten Weg zu begleiten, hilft vielen Menschen mit dem Tod umzugehen.

Der Friedhof ist ein besonder Ort, der jederzeit aufgesucht werden kann um zu trauern, in Erinnerungen zu schwelgen und um dem Verstorbenen nah zu sein. Als Ort der Ruhe kann er helfen die Gedanken zu ordnen und seinen persönlichen Frieden wieder zu finden. Durch die grüne parkartige Gestaltung kann man dort auch ein wenig Erholung vom Alltag zu finden. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir einen schönen Raum für Erinnerungen schaffen, an dem unsere Verstorbenen weiter leben und die Lebenden die Veränderungen der Natur wahrnehmen können.

Mehr zur Kampagne der Gesellschaft für Dauergrabpflege erfahren Sie unter www.raum-fuer-erinnerung.de.

In unserem hektischen Alltag verdrängen wir oft die Dinge, die nur selten vorkommen jedoch von existentieller Bedeutung sind: den Verlust uns nahe stehender Menschen. In der Situation selbst sind wir alle hilflos, da die Gefühle die auf einen einwirken zu einmalig und auch zu gewaltig sind.


Hier helfen Freunde, Verwandte aber auch Rituale, die einem in dieser schweren Zeit Halt geben. Die Beisetzung nach christlich-jüdischer Tradition auf einem Friedhof ist ein solcher Halt. Ein Ort, den wir vielleicht seit den Kindheitstagen verdrängt haben als wir regelmäßig mit den Eltern an das Grab der Großeltern gingen?


Auf Friedhöfen verorten wir die Trauer um die Verstorbenen auf die Gräber. Im deutschsprachigen Raum gehört zu einem Grab immer ein Denkmal und eine grüne und blühende Grabgestaltung. Am Anfang der Trauerphase sind aktive Handlungen, wie das Gießen, den frischen Strauß in die Vase stellen etc. wichtige Trauerarbeit für einen selbst, auch wenn man dies vielleicht gar nicht so direkt empfindet.
Nirgendwo gibt es so viele Tier- und Pflanzenarten auf so kleinem Raum wie auf dem Friedhof. Das liegt oftmals an der unberührten Natur, die mit ihrer Stille Harmonie und Ruhe ausstrahlt. Das Sommergoldhähnchen legt sich elegant in die Kurve, der Zilpzalp zilpt, und der Rotfuchs gähnt. Eidechsen huschen über sonnenbeschienene Mauern, Wanzen munkeln im Dunkeln, während Frühlingsfingerkraut und Blauschwingelgras sich sacht im Winde wiegen. Und zwischen all den Blumen, Hecken und Büschen fliegen sanft die Schmetterlinge.


Dort, wo die Toten begraben sind, feiert das Leben Feste. Mitten in der Stadt. Friedhöfe, jene stillen Orte der Andacht, haben sich an vielen Standorten zu wahren Hotspots der Artenvielfalt entwickelt. Wo man die Natur weitestgehend ungestört sich selbst überlässt, da triumphiert sie. In Deutschland sind 9500 Pflanzenarten, 14400 Pilze und 48000 Tierarten zu Hause. Dass sich viele ausgerechnet auf dem Friedhof wohlfühlen, hat hohe Symbolkraft und ist logisch. Friedhöfe lässt man im Rahmengrün außerhalb der Gräber weitgehend in Ruhe. Der Slogan "Es lebe der Friedhof!" hat also viele Varianten. Nicht nur für Fauna und Flora ist der Friedhof Lebensraum. Er ist für die Lebenden da, die sich an den Gräbern erinnern und um die Vorausgegangenen trauern.


Auch auf Friedhöfen finden Veränderungen statt. Gärtnerbetreute Grabfelder mit ihren fließenden Formen gehen weg von dem steifen schachbrettartigen Anordnungsmuster der Gräber und geben dem "Paradies auf Erden" ein ansprechendes Antlitz.